Im Frühsommer wurde Rüdiger Offergeld in das PEN-Zentrum Deutschland gewählt
Bayern 2 Radio 18.März 2011 8.30 Uhr
„Als Mann und Frau erschuf er sie“
Der Vatikan und der Feminismus
Nach all den Krisen in den vergangenen Jahren sollte endlich offen
über strittige Themen diskutiert werden. Das regte die Deutsche
Bischofskonferenz an. Über ein Thema wollte die Männerhierarchie
der katholischen deutschen Bischöfe jedoch nicht mit sich reden
lassen: über die Ordination der Frau zum Diakon- und Priesteramt.
Sie berufen sich dabei auf die Tradition. Ihr immer wiederkehrendes
Argument: die Teilnahme von Frauen am Kult widerspräche der göttlichen
Schöpfungsordnung. In einer Verlautbarung wird ausdrücklich vor den
Gefahren einer Feministischen Theologie gewarnt. Warum?
Bayern 2 Radio 18. März 2012 8.30 Uhr
Als Mann und Frau erschuf er sie Der Vatikan und der Feminismus
Nach all den Krisen in den vergangenen Jahren sollte endlich offenüber strittige Themen diskutiert werden. Das regte die DeutscheBischofskonferenz an. Über ein Thema wollte die Männerhierarchieder katholischen deutschen Bischöfe jedoch nicht mit sich redenlassen: über die Ordination der Frau zum Diakon- und Priesteramt. Sie berufen sich dabei auf die Tradition. Ihr immer wiederkehrendes Argument: die Teilnahme von Frauen am Kult widerspräche der göttlichenSchöpfungsordnung. In einer Verlautbarung wird ausdrücklich vor denGefahren einer Feministischen Theologie gewarnt. Warum?
Tristan oder die Entdeckung der Liebe im 12. Jahrhundert
„Ihr hohen Herren, Wollen Sie eine schöne Geschichte von Liebe und Tod hören?...“ So beginnt der Roman von Tristan und Isolde in der Fassung von Béroul. Nichts auf der Welt könnten wir lieber wollen. Woher kommt dieser Zauber einer romanhaften Illusion. Welche Gefühle innerer Anteilnahme weckt sie in unseren Herzen? Ist es die leidenschaftliche Liebe, die zum Tod führt, das Grundmotiv der ältesten Legenden, der ältesten Lieder unserer Literatur? Es ist das Thema von Liebe und Tod in diesem Roman, das in uns tiefste Resonanzen auslöst. Erklärt er nicht seinen ungeheuren Erfolg über die Jahrhunderte hinweg. Liebe und Tod, Liebe, die zum Tode führt, ist das nicht die ganze Dichtung ältesten Legenden, ältesten Lieder? Die glückliche Liebe hat keine Geschichte. Und der Versuch, sie in einem Roman zu erzählen, wäre von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Es gibt tatsächlich Romane nur von der Liebe, die zum Tode führt, d.h, Romane von der bedrohten und vom Leben selbst verdammten Liebe. Was die abendländische Literatur begeistert, ist nicht die Sinnenfreude oder der innere Frieden der Vermählten. Es ist weniger die erfüllte Liebe, sondern die Leidenschaft der Liebe, und Leidenschaft bedeutet Leiden. Darin liegt ihr innerer Sinn.
Diese Feststellung mag vielleicht überraschen: Die Gesellschaft, in der wir leben, kennt die Liebe als Leidenschaft in neun von zehn Fällen nur in der Form des Ehebruchs. Die Liebenden werden sich auf die vielen Ausnahmefälle berufen. Doch eine schnell aufgestellte Statistik würde diesen Befund bestätigen. Was wären all unsere Literaturen ohne den Ehebruch? Sie geben den Autoren immer neue Stoffe für ihre Erzählungen und Romane.
Wir beobachten, dass im Orient und im Griechenland Platons, ganz im Gegensatz zum christlichen Abendland, die menschliche Liebe sehr allgemein als Vergnügen, einfach als physische Sinnenlust aufgefasst wird. Leidenschaft hingegen ist in ihr nur selten. Sie wird sogar von der damaligen Moralauffassung als krankhafter Wahnsinn verachtet. „Einige halten sie sogar für eine Art Tollwut…“, schreibt Platon im Symposion...
Bayerischer Rundfunk/Hörfunk 18.09.2011 Das verlorene paradiesische Kleid Giorgio Agamben und die Theologie Erik Petersons
Im Oktober des vergangenen Jahres fand im Vatikan, im Collegio Teutonico die Santa Maria, ein Symposion, das der Theologie Erik Petersons gewidmet war. Kardinal Lehmann hielt den einleitenden Vortrag: „Erik Peterson: Theologie eines Außenseiters“. Das Symposion fand deshalb auch große Beachtung, weil Papst Benedikt XVI. in einer persönlichen Ansprache an die Teilnehmer Peterson als einen bedeutenden Theologen herausstellte, von dem er für seine eigene Theologie viele Anregungen bekommen habe. Bekannt geworden ist Peterson durch seinen Aufsatz „Die Theologie des Kleides“, in dem über den menschlichen Körpers, über seine Sexualität nachdenkt, ein in der Theologie bis auf den heutigen Tag vernachlässigtes Thema. Die Auswirkungen dieser Vernachlässigung lassen sich bis in die sexuellen Missbrauchsskandal e in Kirche und Gesellschaft verfolgen. Einer der am meisten diskutierten Philosophen der Gegenwart ist der Italiener Giorgio Agamben. Berühmt geworden ist er mit seiner Studie „Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben“. In seinem Denken bezieht sich Agamben ausdrücklich auf die Theologie Erik Petersons. Peterson und Agamben deuten die Paradiesgeschichte auf sehr unterschiedliche Weise. Agamben wehrt sich gegen die theologische Deutung von Sünde und Sexualität. Seine These: Der Sündenfall ist keine Sündenfall des Fleisches, sondern einer des Geistes; die verlorene Unschuld und die Nacktheit betreffen keine Form der Sexualität, sondern sind Bilder für unterschiedliche Fähigkeiten der Erkenntnis.
Als Greta May im Sommer 1947, in den Wirren der Nachkriegszeit, ihr Elternhause verließ, sie war achtzehn Jahre alt, floh sie in eine ungewisse Zukunft. Sie war eine starke Frau, die aus der Reihe tanzte, eine gesellschaftliche Außenseiterin, ganz allein auf sich gestellt. Für ein Leben in lesbischer Liebe gab es keine Vorbilder.
Kein Festspielsommer in Bayreuth ohne Skandal. In diesem Jahr der plötzliche Tod Dr. Siegfried Sörgels, Direktor des Richard-Wagner-Nationalarchivs. Mord oder Suizid? Eine Frau versucht die sexistische Männerwelt in Richard Wagners Parsifal zu verstehen und findet heraus, warum Kundry weint. Auf Alma Rosen, jüdische Journalistin aus New York, lastet ein schwerer Verdacht...
Norddeutscher Rundfunk: "Kundry weint"
Die Presse:
„Ein souverän erzählter Roman, Dieser Festspielkrimi ist vor allem für die Freunde gut recherchierter Zeitgeschichtsthemen eine großartige Lektüre.“
Süddeutsche Zeitung
"Der Plot des Buches ist fein und kenntnisreich erfunden. Er erinnert an Dan Browns Da Vinci Code."
Die Welt
"Die Geschichte führt zurück in die fatale Geschichte des Dritten Reiches und die leidenschaftliche Verstrickung einer New Yorker Jüdin und eines deutschen Detektivs – auf der Folie des großen Musikdramas Parsifal."